Der Maria-Weber-Grant dient der Förderung herausragender Nachwuchswissenschaftler in der Postdoc-Phase.

Zielgruppe sind herausragende Wissenschaftler aus allen Fachgebieten an deren Verbleib in der Wissenschaft die Hans-Böckler-Stiftung sowohl aus forschungs- als auch aus hochschulpolitischer Perspektive ein besonderes Interesse hat. Die Bewerber können für bis zu 12 Monate eine Vertretung beantragen, die Teile der Aufgaben in der Lehre übernimmt, um sich so Freiräume zur Durchführung ihrer Forschung zu verschaffen. Es werden Mittel zur Bezahlung der Teilvertretung von pauschal 20.000€ pro Semester gewährt. Ausschreibung als pdf.

 

Maria Weber war eine deutsche Gewerkschafterin, die sich stark für Bildungsgerechtigkeit engagiert hat und von 1972 bis 1982 stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes war.

MPRThe International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy (IMPRS-SPCE) invites excellent candidates to apply for its doctoral program. The graduate school features a unique curriculum of core courses, research methods, electives, and summer school sessions. The positions begin on October 1, 2017. They will be awarded for 15 months with an option for an additional 27 months.

Call als PDF Dokument

The doctoral projects, to be supervised by Prof. Sigrid Quack (University of Duisburg-Essen), are to examine trajectories of transnational governance and institution-building in specific policy fields. Topics of potential interest include the constitution of epistemic and governance authority, polycentricity and regime complexity, the role of social movements and NGOs in transnational governance, and struggles over accountability and legitimacy in transnational institution building. Policy fields of particular interest are the governance of cross-border labour markets, regulation of the digital public sphere, intellectual property rights, international migration, and climate change.

The deadline for applications is May 19, 2017.

The Res PublicaTHE ‚RES PUBLICA‘ organisiert vom Fachbereich Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik der Technischen Universität Wien findet von 8.-9. Juni 2017 an der TU Wien statt. Im Rahmen der Tagung findet euch eine Buchpräsentation „Public or Private Goods? Redefining Res Publica“ ed. B. Unger, D. v.d. Linde, M. Getzner Cheltenham, Edward Elgar, 2017 und die Präsentation des „Egon Matzner Prize of Socio-Economics 2017“ statt. [Einladung als pdf]

Für mehr Informationen und die Anmeldung (bis 1. Juni): michael.getzner@tuwien.ac.at

„1. What is public and why should something be in public responsibility? Which criteria, and theoretical and empirical arguments are relevant to determine whether the provision, and financing of a good is a public or private responsibility, or a mixture of both?

2. Who determines what is public and what is private? Which actors do what? And why are they doing this? How is the public intervention justified? How can one decide whether there is a role for public intervention, and given there is a role for public intervention, who intervenes and how?“

AK WissenschaftspreisDie Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich schreibt zum 34. Mal den AK-Wissenschaftspreis für 2016 bzw. 2017 fertig gestellte wissenschaftliche Arbeiten, die der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeitnehmer/-innen dienen, aus. Das Preisgeld beträgt insgesamt € 9.000,– und wird auf drei Preisträger/-innen aufgeteilt. Über die Vergabe und die Höhe des jeweiligen Preisgeldes entscheidet die Jury. Bewerbungsfrist ist der 30. Juni 2017 Das diesjährige Thema lautet:

„Arbeit 4.0“ [Call als pdf]

„Arbeit 4.0“ wird vor allem durch Automatisierung, Digitalisierung und damit auch neuen Arbeitsformen wie etwa Crowd- oder Click-Working geprägt. Diese Veränderungen bergen Chancen und Risiken, vor allem aber werden die Arbeitsformen und die Arbeitsbeziehungen stark verändert. Welche Chancen genutzt werden können und welche Risiken man vermeiden kann, wird maßgeblich von der Gestaltung der Arbeit in Zukunft abhängen. Mitbestimmungsmöglichkeiten, um eine humane Gestaltung von Arbeit zu erlauben, werden daher von der AK gefordert. Das Thema „Arbeit 4.0“ eröffnet eine Bandbreite von Fragen, die im Rahmen wissenschaftlicher Arbeiten behandelt werden können:

  • Digitalisierung bringt radikale Veränderungen mit sich. Was sind Auswirkungen der Digitalisierung und zu welchen Veränderungen kommt es in einzelnen Branchen sowie bei Berufsbildern bzw. Tätigkeitsfeldern? Welche gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungseffekte sind zu erwarten?
  • Wenige beherrschen den digitalen Markt. Dominierende Big Player betreiben die gewinnorientierte Vermittlung prekärer Arbeit auf Plattformen. Wie kann der Gefahr massiver Monopolisierung durch Regulierung begegnet werden?
  • Der Arbeitsdruck in den Betrieben nimmt zu. Es zeichnet sich eine Zunahme insbesondere der psychischen Belastungen ab. Wie können Arbeitsbedingungen im Sinne einer Humanisierung der Arbeit so gestaltet werden, dass sie den Menschen Einkommen, Sicherheit und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Freizeit ermöglichen?
  • Durch die zunehmende Digitalisierung eröffnen sich gefühlte Freiheiten für Arbeitnehmer/-innen (z.B. flexible Zeiteinteilung, ortsunabhängiges Arbeiten, schnelle Kommunikationsmöglichkeiten). Zugleich ergibt sich hier ein Spannungsfeld, da diese gefühlte Freiheit mit verstärkten Möglichkeiten der Kontrolle und Überwachung einhergeht.
  • Inwieweit Chancen für Veränderungen genutzt werden können, hängt maßgeblich von den Mitbestimmungsmöglichkeiten bei der Gestaltung der Arbeit ab. Muss die Rolle von Interessenvertretungen der Arbeitnehmer/ -innen neu geschrieben werden, wenn die Beschäftigungsverhältnisse volatiler sind?
  • Moderne Arbeitsformen wie Crowd-Working führen oft zu einer Umgehung des Arbeitsrechts. Was sind Gegenstrategien dazu? Wo ergeben sich neue rechtliche Fragen oder Lücken? Es stellt sich die Frage nach neuem ArbeitnehmerInnenschutz bzw. nach neuem Arbeitsrecht.
  • Welche Rolle spielt Digitalisierung für den Zugang zur Bildung? Ermöglicht diese einen demokratischeren, gerechten Zugang? Wie ändern sich Hürden in der Bildung? Ergeben sich hier Spannungsfelder (z.B. Notwendigkeit nach andauerndem Update)? Wie müssen sich Bildungseinrichtungen auf die Veränderung des Lernens und Lebens durch Digitalisierung einstellen?
  • Die durch Menschen und Maschinen im Internet hinterlassenen Spuren stellen inzwischen gigantische Mengen digitaler Informationen dar. Internationale Konzerne haben die Verfügungsmacht über diese komplexe, sich ständig ändernde Datenflut. Welche gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Konsequenzen lassen sich aus diesem Problemfeld ableiten?
  • In der digitalisierten, globalen Arbeitswelt kommt den Konsumenten/-innen eine wichtige Rolle zu. Wie können sie dazu beitragen, gute Arbeit, gute soziale Absicherung als selbständigen Wert von Gütern und Dienstleistungen zu sichern. Braucht es neue rechtliche Regelungen, braucht es einen Konsumentenschutz 4.0?

SoAK2017 BannerDas Forschungsinstitut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (Institute for the Comprehensive Analysis of the Economy, ICAE) lädt von 19. und 20. Mai 2017 zu seiner 8. Sommerakademie in den Linzer Wissensturm, dieses Mal zum Thema „Gemeinsam oder getrennt? Europa zwischen Integration und Polarisierung #SoAk2017“. Aus dem Programmheft (PDF):

Der europäische Integrationsprozess steht an einem Scheideweg. Das Scheitern neoliberaler Politik ist spätestens im letzten Jahrzehnt offenkundig geworden. Die Symptome dieses Scheiterns sind vielfältig: Die von ökonomischen Krisen verursachten sozialen Verwerfungen innerhalb der europäischen Gesellschaften haben sich durch das vermeintliche Rezept Austerität nur vertieft. Die angestrebte innereuropäische ökonomische und soziale Konvergenz hat sich wieder verkehrt. Aber nicht nur die Staaten untereinander, auch die diversen sozialen Gruppen innerhalb dieser driften immer weiter auseinander.

Das detaillierte Programm findet sich auch auf der ICAE-Homepage, hier geht es zur Online-Anmeldung. Die Teilnahmegebühr beträgt EUR 30,00. Für SchülerInnen, StudentInnen und Arbeitslose ist die Teilnahme kostenlos.

Quarterly Logo

Momentum Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende, referierte Zeitschrift, die sich Fragen des sozialen Fortschritts auf interdisziplinärer Basis widmet. Untenstehend finden Sie die aktuelle Ausgabe von Momentum Quarterly. Alle hier vorgestellten Artikel werden Open-Access, d.h. frei zugänglich im Internet, veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.momentum-quarterly.org. Wir freuen uns stets über neu eingereichte Beiträge und Kommentare zu bestehenden Beiträgen. Sie erreichen uns unter editors@momentum-quarterly.org.

Simon Theurl
Klein- und Mittelunternehmen (KMU) werden seit dem Frühjahr 2015 von der Europäischen Kommission als die Gewinner von TTIP und CETA dargestellt. Diese Aussage ist jedoch stark umstritten, nicht zuletzt, weil die ökonomischen Effekte von Handelsliberalisierung ambivalent sind: Tendenzen zur Monopolisierung sind ebenso denkbar (modellierbar) wie der Anstieg an Produkt-Vielfalt und Effizienzgewinnen. Befürworter*innen von TTIP stellen jedoch ausschließlich mögliche Vorteile für KMU in den Vordergrund. Das wird in diesem Paper als ein strategisches Manöver interpretiert, welches darauf abzielt, Zustimmung für die Umsetzung dieser Handelsabkommen, die weit über die Reduktion von Zöllen hinausreichen, zu erhalten. Aus hegemonietheoretischer Perspektive sollen Herrschaftsverhältnisse in den Vordergrund gestellt werden und soll argumentiert werden, dass TTIP und CETA Projekte im Interesse eines „transnationalen Blocks“ sind.
Schlagworte: TTIP; CETA; Hegemonie; KMU; Klein- und Mittelunternehmen
Sophie Petzelberger
Narrative von Nation und Geschlechteridentitäten stehen in multidimensionalen Wechselbeziehungen. In Zeiten nationaler Konflikte werden diese Narrative neu erzählt und möglicherweise nachhaltig umgeschrieben. Dieses Paper betrachtet Syrien als ein aktuelles Fallbeispiel solcher Aushandlungen. Es ruft dazu auf, Anthropologie feministisch und postkolonial zu gestalten und stellt die Stimmen fünf syrischer Frauen, welche als politische Aktivistinnen sprechen, als primäre Forschungsquellen in den Fokus.
Schlagworte: Geschlechtsidentität; Nation; Syrien
Tobias Hinterseer
At the beginning of the millennium, scientists predicted a decline of the Austrian social partnership’s political importance. However, during the time of repression the social partnership rediscovered its ability to affect recovery and regained political influence. Currently, the social partnership has demonstrated itself again to be well-grounded in the labor law legislative process. Therefore this article approaches following question: How can the stability and continuity of the social partnership during the phase of repression (between the years 2000 and 2006) be explained? To answer this question two law-making processes during this period will be analyzed: it will be shown that institutional and actor-centered explanations as well as social partnership specific identities are the key explanations for the current continuity and stability of the Austro-Corporatism.
Schlagworte: „ultrastability“; Korporatismus; Neo-Institutionalismus; akteurszentrierter Institutionalismus
Rafael Rehm
Im folgenden Artikel soll anhand der geschichtsphilosophischen Überlegungen von Walter Benjamin ein alternatives Konzept zum Habermasschen Verzicht auf eine Geschichtsphilosophie überhaupt herausgearbeitet werden, welches es erlaubt, historische Prozesse und somit die Bilder der Lebenswelt als Metaerzählung neu zu chiffrieren, um somit den Begriff des gesellschaftlichen Fortschritts neu zu verorten und ihn für die Mobilisierung einer kritischen Masse brauchbar zu machen. Es geht darum, eine Dialektik im gegenwärtigen Diskurs zu positionieren, die sich sowohl von einer geschichtspositivistischen Hegellektüre als auch von einer postmodernen Resignation unterscheidet. Im Weiteren geht es darum zu zeigen, warum eine solche Dialektik, die notwendigerweise zugleich Geschichtsphilosophie ist, für die Bedingung der Möglichkeit der Mobilisierung einer kritischen Masse konstitutiv ist.
Schlagworte: Geschichtsphilosophie; Walter Benjamin; Dialektik, kritische Masse

Die Wirtschaftsuniversität Wien schreibt eine geförderte post-doc Stelle am Institut für Strategie, Technologie und Organisation (Professor Christop Lettl) aus. Die Stelle soll im September angetreten werden und alle Interessierten werden eingeladen sich zu bewerben. Mehr Informationen finden sich im Call und auf der Website des Instituts.

fgw LogoNRW-Dialogforum 2017, die Jahrestagung des FGW, findet vom 23. – 24. November unter dem Motto „Gesellschaftliche Weiterentwicklung in Zeiten der Partikularisierung“ in Düsseldorf statt. Wir möchten unsere innovativen Track-Formate, in denen unter Einbeziehung der Teilnehmenden ein echter Gedankenaustausch stattfinden soll, noch attraktiver gestalten. Daher schreiben wir dieses Jahr die Trackleitung der fünf Tracks aus (Call als pdf). Interessierte können sich bis zum 31. März für die Leitung der Tracks bewerben und dabei eigene Themen vorschlagen. (Aufwandsentschädigung: 1.000 EUR)

Einreichungsfrist: 31. März 2017, 22.00 Uhr

Logo-Rothschild-PreisDas Karl-Renner-Institut und der SPÖ-Parlamentsklub schreiben 2017 zum zweiten Mal den Kurt Rothschild Preis für Wirtschaftspublizistik aus. Gesucht wird dabei gezielt nach Arbeiten jenseits „der volkswirtschaftlichen Standardtheorie“. Aus dem Call (PDF-Version):

Der Preis wird in Erinnerung an die großen Leistungen des österreichischen Ökonomen, der mit seinem Wirken Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in Österreich nachhaltig geprägt hat, vergeben. Insbesondere seine Zeit im Exil – als Sozialist jüdischer Herkunft musste Rothschild nach dem Einmarsch Hitlers aus Österreich fliehen – hat dazu beigetragen, dass Kurt Rothschild immer einen sozialen Anspruch an die als Wissenschaft betriebene Ökonomie gestellt hat.

[…]

Der Preis prämiert Beiträge von Wirtschafts- und Sozialwissenschafter_innen, die in exemplarischer Weise versuchen, neue Antworten auf die großen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit im Geiste Kurt Rothschilds – jenseits der volkswirtschaftlichen Standardtheorie oder des makroökonomischen Mainstreams – zu geben.

Der Preis ist insgesamt mit EUR 10.000,– dotiert, kann aber von der Jury geteilt werden. Einsendeschluss ist Freitag, 28. April 2017. Die Einreichungen sollen nicht mehr als 12 Monate vor dem Einsendeschluss publiziert worden sein. Es gilt das Datum des Poststempels bzw. das Eingangsdatum der E-Mail. Weitere Informationen liefert kurt-rothschild-preis.at.

FKO-header

Von 5.-6. Oktober 2017 findet an der Universität Duisburg-Essen der 5. Workshop zu „Kritischer Organisationsforschung“ statt, dieses Jahr unter dem Titel „Ästhetik und Organisation – Inszenierung und Ästhetisierung von Organisation, Arbeit und Management“. Aus dem Call for Proposals (PDF):

Der fünfte Workshop des Forums „Kritische Organisationsforschung“ widmet sich der Ästhetisierung des Ökonomischen und der Ökonomisierung des Ästhetischen, möchte dabei jedoch einen besonderen Fokus auf die Ästhetisierung und Inszenierung von Organisation, Arbeit und Management legen. […] Die folgenden Felder lassen sich als erste Orientierung für mögliche Einreichungen von Beitragsvorschlägen verstehen, andere Perspektiven sind dabei selbstverständlich willkommen:

  • Ästhetischer Kapitalismus“? Denkbar sind Arbeiten, welche nach dem Stellenwert und der Reichweite der Diagnose eines „ästhetischen Kapitalismus“ fragen. Welche Phänomene geraten in den Blick, was wird, etwa bezogen auf organisationale Praktiken im globalen Maßstab, ausgeblendet? Wie ist das Verhältnis von Rationalisierung und Ästhetisierung in historischer Perspektive zu denken?
  • Ästhetisierung und Inszenierung von Organisation: Wie werden Organisationen im Sinne einer ‚ästhetischen Kohärenz‘ hervorgebracht? Welche Rolle spielen Artefakte, Achitektur, Raum, Sprache, Events etc. bei der Inszenierung von Organisationen? Wo zeigen sich Brüche oder auch das Scheitern von ‚Kohärenz‘? In welchem Verhältnis steht dabei die Inszenierung von Organisation zum Bereich des Nicht-Sichtbaren oder -Sagbaren, etwa im Sinne einer machtvollen ‚Aufteilung des Sinnlichen‘ (Rancière 2006)?
  • Ästhetische Arbeit und Ästhetisierung von Arbeit: Unter anderem im Anschluss an die Arbeiten zur ‚aesthetic labour‘ (Tyler und Taylor 1998, Hancock und Tyler 2000, Warhurst et al. 2000, Witz et al. 2003) rücken hierbei Phänomene wie äußeres Erscheinungsbild, körperliches Auftreten und Sprache bis hin zur Diskriminierung i.S. eines „lookism“ in den Fokus. Beschäftigte werden zu ästhetischen Stellvertretern des Unternehmens. Zugleich stellen sich Fragen nach dem Verhältnis von ‚Frontstage‘ und ‚Backstage‘, Gender und Organisation sowie der Kontrolle und Subsumtion von Arbeit.
  • Gibt es eine ‚ästhetische Theorie der Organisation‘ und was wären deren Implikationen? Anschlüsse sind hier sowohl in rein konzeptioneller Hinsicht (z.B. die Organisation als performativer Akt) als auch in (organisations)analytischer Perspektive (bspw. aus den Methoden der Theaterwissenschaft) denkbar. Als weitere Perspektive wären hier ebenso die phänomenologischen Folgen eines entsprechenden Zugriffs auf Organisationen, ihre Umwelt und die Individuen in ihnen von Interesse.
  • Ästhetik und Ästhetisierung von Kritik, Widerstand und Subversion: In historischer Perspektive erweist sich der Rekurs auf Ästhetik, etwa in Form der ‚Künstlerkritik‘ (Boltanski/Chiapello 2006) auch immer als eine Perspektive des Widerstands gegenüber den Anrufungen des Marktes und der Rationalisierung, etwa als Anspruch auf Kreativität und Authentizität und als Hinweisen auf gesellschaftliche Kontingenz. Insofern eine zunehmende „Verzahnung und strukturelle Stützung von Ästhetisierungs- und Rationalisierungsprozessen“ (Reckwitz 2015: 49) diagnostiziert wird, stellt sich die Frage nach dem Stellenwert und den Möglichkeiten ästhetischer Kritik und der Ästhetisierung von Widerstand neu, so etwa auch in den Bereichen alternativer Ökonomien und sozialer Bewegungen.

Die Einreichung von Abstracts (mit 2000 – 3000 Wörtern) per E-Mail an ronaldhartz@gmx.de ist bis zum 31.05.2017 möglich. Eine Rückmeldung über eine Annahme der Beiträge erfolgt bis Ende Juni.